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Gemeinsam sichern die Corantis-Kliniken GmbH die stationäre Versorgung der Menschen in den Landkreisen Vechta und Cloppenburg sowie dem nördlichen Landkreis Osnabrück. Kompetenz mit einer kooperativen Verzahnung schafft die Plattform für unsere Patientinnen und Patienten innovative leistungsfähige Medizin wohnortnah erfahren zu können.

News

Besuchen Sie uns auf dem Career Day - die Job- und Praktikumsmesse der Universität Oldenburg am 09. Mai 2017 in Oldenburg.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf den nachstehenden Link: https://www.uni-oldenburg.de/careerday/

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Die Optimierung der Krankenhaushygiene ist eine der großen Herausforderungen für alle Krankenhäuser: Multiresistente Erreger in Kliniken und die zunehmenden Antibiotikaresistenzen stellen die Einrichtungen vor große Herausforderungen. Die Corantis-Kliniken begegnen diesen gemeinsam durch die Diskussion gemeinsamer Lösungsstrategien im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Fachexperten aus den einzelnen Kliniken. So werden verschiedene Projekte und auch regelmäßige Veranstaltungen und Fortbildungen für die Mitarbeiter zum Thema Krankenhaushygiene gemeinsam geplant und organisiert.

Auch in Form von Hygieneprojekttagen machen die Kliniken auf aktuelle Hygienemaßnahmen aufmerksam und können auf diese Weise eine permanente Fortbildung ihrer Mitarbeiter sicherstellen. Dabei organisieren die Häuser die Projekttage auf ganz unterschiedliche Weise: So auch zuletzt in Damme – hier nutzten viele interessierte Mitarbeiter die Möglichkeit, an vielen verschiedenen Stationen ihr bisheriges Wissen auszuweiten. Mitunter kann hier das richtige Anlegen von Schutzkleidung, die korrekte Händedesinfektion sowie die Insulininjektion praktisch erprobt werden. Auch die Vertreter von Corantis unterstützen die Projekttage aktiv und informieren auf diesem Wege über die Ergebnisse der laufenden Projekte.

Fortbildung im Rahmen der PKMS-Dokumentation

Ziel der Veranstaltung am 22.03.2017 im Christlichen Krankenhaus Quakenbrück war es, den Teilnehmern die Notwendigkeit und den Nutzen der PKMS-Dokumentation darzustellen und an praktischen Beispielen zu verdeutlichen. Die Teilnehmer wurden zum selbstständigen Erkennen und Arbeiten mit dem PKMS befähigt und können dieses Wissen als Multiplikatoren auf ihren Stationen weitertragen. Die Dozenten Jana Enneking (Operative Assistenz Pflegemanagement B.Sc. Pflege/Gesundheits- und Krankenpflegerin und PKMS-Referentin) und Christian Wewer (Gesundheits- und Krankenpfleger, Dozent im Gesundheitswesen und PKMS-Referent) referierten u.a. zu Inhalten wie Hintergründe und Entwicklung des PKMS und Anforderungen der Dokumentation und stellten durch den hohen Praxisteil die Anwendung im Berufsalltag sicher.

Die nächste Veranstaltung findet am 02.05.2017 statt.

 

Wir freuen uns, Ihnen unseren neuen Flyer im Rahmen des Neugeborenen-Hörscreenings vorstellen zu dürfen. Unser Flyer enthält alle wichtigen und notwendigen Informationen zur Früherkennungsuntersuchung. Durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten und die starke Vernetzung der Akteure kann eine  bestmögliche Vorsorge zur Früherkennung von Hörschäden sichergestellt werden. Aus diesem Grund gilt allen Helfern, die dieses Projekt so erfolgreich voranbringen und unterstützen, unser herzlicher Dank!

Schauen Sie sich gerne auf unserer Homepage um und erfahren Sie im Themenbereich CHN noch mehr über das Screening und die Datenspeicherung.


Viele Mitarbeiter der Corantis-Kliniken sowie weitere Fachleute der Region nutzten Möglichkeit zu Information und Austausch

 

Vechta/Friesoythe. Bereits zum vierten Mal lud die Corantis Kliniken GmbH gemeinsam mit dem Institut für Krankenhaushygiene Oldenburg zum Hygienesymposium ein. Diesmal fand die gut besuchte Veranstaltung im St. Marien-Hospital Friesoythe statt. Und wie groß der Bedarf an aktuellen Informationen zum Thema Hygiene ist, zeigte die große Anzahl an teilnehmenden Ärzten und Pflegepersonal der dem Corantis-Verbund angehörenden  Krankenhäuser Cloppenburg, Damme, Lohne, Friesoythe, Löningen, Neuenkirchen, Quakenbrück und Vechta. Auch Teilnehmer weiterer Gesundheitseinrichtungen der Region sowie niedergelassene Ärzte folgten der Einladung.

Nach der Begrüßung durch Corantis-Geschäftsführerin Barbara Raude und kurzer Einführung von Bernd Wessels, dem Geschäftsführer des Friesoyther Krankenhauses, führte Dr. Jörg Herrmann, Institutsdirektor des Instituts für Krankenhaushygiene Oldenburg und Leiter der Akademie für Patientensicherheit und Infektionsschutz-Nord des EurSafety Health-Net, durch das Programm der Tagung.

„Standardhygiene – die Basis für das Hygienemanagement in Gesundheitseinrichtungen“ war das Thema von Dr. Cornelia Henke-Gendo vom Niedersächsischen Landesgesundheitsamt Hannover. Die Referentin erläuterte die aktuellen Anforderungen an die Standardhygiene laut Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) 2015, das heißt die bei allen Patienten, nicht diagnoseabhängigen einzuhaltenden Hygienevorschriften. Dazu gehören die Händehygiene, mechanische Barrieremaßnahmen wie Handschuhe, Kittel, Mund- und Nasenschutz, aber auch Flächendesinfektion, der Umgang mit Krankenhauswäsche und persönliche Maßnahmen der Hygiene von Mitarbeitern, Patienten und Besuchern. Zweiter Schwerpunkt des Vortrags waren übertragungsspezifische Maßnahmen. Henke-Gendo erklärte die Infektionsentstehung, Übertragungswege wie Kontakt-, Tröpfchen- und aerogene Übertragung und die jeweils erforderlichen Schutzmaßnahmen.

Sonja Schröder, Hygienefachkraft am St.-Marien-Hospital Friesoythe, gab in ihrem Vortrag ein Update zur neuen RKI-Empfehlung zur Händehygiene. Denn Hauptübertragungsweg für Erreger in medizinischen Einrichtungen seien die Hände der Mitarbeiter, wenn die Händedesinfektion unterbleibt. Die Zuhörer erfuhren, wie eine korrekte Händedesinfektion durchzuführen ist, welche Voraussetzungen wie z. B. möglichst kurze Fingernägel, das Ablegen von Schmuck und Uhren oder Piercings hierzu gehören und welche Probleme auftreten können. Weitere Themen des Vortrags waren die Händewaschung und der Umgang mit Schutzhandschuhen.

Dr. Jörg Herrmann befasste sich in seinem Beitrag „Vom Stall auf den Tisch und in den Bauch“ mit der Frage, ob die Massentierhaltung Schuld an der Zunahme multiresistenter Erreger in unseren Kliniken ist. Nach einem Crash-Kurs zu Multiresistenten Erregern und der Entstehung von Resistenzen stand zunächst das Thema MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) im Mittelpunkt. Hierbei muss zwischen den klassischen „MRSA“, wie sie in Krankenhäusern vorkommen und den sogenannten „tier-assoziierten MRSA“ unterschieden werden. Letztere sind laut einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung bereits nach der Mast in Einrichtungen der Massentierhaltung bei 50% der Schweine und 60% der Puten nachweisbar. Nach der Passage durch den Schlachthof sogar in 60 % des Schweinefleisches. Und dass diese Erreger auf die Menschen übertragen werden, zeigt eine Untersuchung, die nachwies, dass rund 80 % der Mitarbeiter in Einrichtungen für die Massentierhaltung von Schweinen den Erreger tragen. Deshalb müssen nach den Vorgaben der KRINKO alle Patienten, die beruflich direkten Kontakt zu Tieren in der landwirtschaftlichen Tiermast haben, bei der Aufnahme in eine Klinik gescreent werden. Auch auf Fleischprodukten sind MRSA zu finden, hier kann gute Küchenhygiene helfen.

Auch die ESBL-bildenden Darmbakterien, wie z.B. Coli-Bakterien, die in der Lage sind, Antibiotika mithilfe eines Enzyms unwirksam zu machen, bereiten große Probleme. Besonders Puten- und Hähnchenfleisch ist mit dem Bakterium belastet. Allerdings gibt es hier bisher nur wenige Daten dazu, inwieweit ESBL-bildende Erreger auf Mitarbeiter in Betrieben der Massentierhaltung übertragen werden.

Sowohl der übermäßige Antibiotika-Einsatz in der Massentierhaltung, wie auch  die unsachgemäße Anwendung bei Patienten (z.B. bei Virusinfektionen) führen zur Zunahme multiresistenter Erreger. Es muss daher im Interesse sowohl der Tiermedizin, wie auch der Humanmedizin liegen, Resistenzen durch die gezielte Antibiotikagabe zu vermeiden (sogenannte „One-Health Strategie“).

Während der Veranstaltung hatten Teilnehmer, aber auch Patienten und Besucher im Foyer des Krankenhauses die Möglichkeit, sich an verschiedenen Ständen zu Fragen der Hygiene zu informieren.

Bildunterschrift: Die Referenten und die Verantwortlichen der Corantis Kliniken GmbH: (v.l.) Hon.-Prof. Dr. Martin Pohlmann, Dr. Bernhard Birmes, Dr. Cornelia Henke-Gendo, Sonja Schröder, Barbara Raude, Dr. Jörg Herrmann und Bernd Wessels.

Foto: Corantis/Böning

 

Zweiter Prototypentest des internationalen Projektes im CKQ erfolgreich abgeschlossen

Quakenbrück. Ein virtuelles Eigenheim mit Garten bildet die Umgebung, in der zukünftig Schmerzpatienten anhand unterschiedlicher Übungen ihre Mobilität trainieren sollen. Das Haus ist poppig bunt, die Sonne scheint, Bienen summen durch die Luft und hin und wieder schaut ein kleiner Wurm aus einem der Äpfel am Apfelbaum. Ausgestattet mit VR-Brille und zwei Controllern als Handersatz taucht man in die virtuelle Welt ein und hat schnell vergessen, dass man eigentlich in einem kahlen Hörsaal steht. Nach einer kurzen Orientierung befolgt man die Anweisungen von Projektkoordinator Benjamin Kinast. Verschiedene Aufgaben wie das Einsortieren von Büchern im Wohnzimmer, die Obst- und Gemüseernte im Garten und die anschließende Zubereitung von Speisen in der virtuellen Küche stehen für die Probanden auf dem Programm. Dabei werden spielerisch verschiedene Übungen zur Verbesserung der Beweglichkeit ausgeführt. Vom Hinhocken, über das Strecken des Körpers bis hin zur präzisen Ausführung bestimmter Bewegungen reichen die durch die Übungen geforderten Bewegungen. Mit einem Klick beamt man sich in die einzelnen Räume des Hauses oder – zur Belohnung nach erfolgreicher Übungsfolge – in den Meditations- und Entspannungsbereich der virtuellen Welt.

Bereits im vergangenen Jahr lief eine erste Testphase des Projektes ViReP (Virtual Reality in Pain Management) der Corantis Kliniken GmbH im CKQ unter der Fragestellung „Kann der Einsatz von VR zu einer Verbesserung der Behandlung von chronischen Rückenschmerzen beitragen?“ ViReP ist ein Teilprojekt des INTERREG V - Programms „Medizinische Innovation Niederlande-Deutschland (MIND)“. Beteiligt sind fünf weitere Projektpartner (GewiNet, Salt and Pepper GmbH & Co. KG und die niederländischen Partnern Roessingh Research Development und Inmote MedTech). Nach der ersten Testphase im Jahr 2016 wurde die virtuelle Therapieumgebung erheblich erweitert und optimiert. „Durch visuelle Reize soll die Konzentration der Patienten vom Schmerz auf die Umgebung gelenkt werden, um so betroffene Körperteile schmerzfrei therapieren zu können und den Patienten zusätzlich die Angst vor sonst schmerzenden Bewegungen zu nehmen“, erläutert Kinast.

Und so zeigt sich auch Dr. Bernhard Birmes, Chefarzt der Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie des CKQ und Leiter des Zentrums für Multimodale Schmerztherapie der St. Anna Klinik Löningen erfreut über die Fortschritte des Projektes: „In einem nächsten Schritt möchten wir den medizinisch- therapeutischen Mehrwert anhand von Studien mit unseren chronischen Schmerzpatienten prüfen“, plant Birmes.

Neben den Schmerz-Experten testeten im CKQ auch Pflegefachkräfte, Physiotherapeuten und Psychologen die erheblich weiterentwickelte Therapieumgebung mit dem Namen Everyday Tasks, um zu ermitteln, wie das Angebot noch besser auf die speziellen Bedürfnisse von Schmerzpatienten angepasst werden kann. Dabei beurteilten die Probanden Grafik und Umgebung überwiegend positiv. Auch gab die Mehrzahl der Teilnehmer an, nicht gemerkt zu haben, dass sie sich während der Therapiesitzung viel bewegt hätten. Einig sind sich die meisten über einen therapeutischen Nutzen des Projektes.

 

Blick in die virtuelle Therapieumgebung „Everyday Tasks“.

    

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